27. April 2017
Wohnungsnot

Dringende Wohnungsnot noch immer ignoriert - Einwohner machen Druck

Friedrich Straetmanns-grDer aktuelle Wohnungsmarktbarometer wiederholt Informationen, die längst bekannt und seit Jahren ignoriert werden: die Leerstandsquote stagniert seit über einem Jahr bei 0,1 Prozent, der Markt für preisgünstigen Wohnraum ist "sehr angespannt". Bei der Verfügbarkeit öffentlicher Mittel, dem Anhalten der Niedrigzinsphase und dem extremen Mangel wäre ein Baumboom zu erwarten. Die Bereitschaft von Investoren, Mietwohnungen zu bauen, wird aber auch noch in den nächsten drei Jahren spürbar nachlassen.

"Die riesige Nachfrage an Wohnraum weckt kein soziales Gemeinschaftsgefühl in Investoren, sondern verleitet viel eher zum Bau von lukrativen Immobilien, so beispielsweise die Eigentumswohnungen am Lenkwerk mit Kaufpreisen zwischen 232.000 und 452.000 Euro" erklärt Friedrich Straetmanns, Bezirksvertreter der LINKEN in Mitte und Vertretungsberechtigter des Einwohnerantrags "Bezahlbares Wohnen für alle". "Im Ergebnis herrscht bei teuren Mietwohnungen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage - im Gegensatz zum niedrigen und mittlerweile sogar mittlerem Preissegment. Dabei lebt jede/r siebte EinwohnerIn Bielefelds von sozialer Hilfe und ist somit auf Wohnraum zu Höchstmietpreisen von maximal 5,25 Euro pro Quadratmeter angewiesen."

 Straetmanns: "Profitorientiertes Bauen kann solche Mietpreise nicht erfüllen, hier muss die Stadt selbst tätig werden! Diese Aufgabe nehmen die Politiker Bielefelds aber seit Jahren nicht ernst." In den letzten Jahren ist der Bestand an Sozialwohnungen von über 15.000 auf rund 11.500 geschrumpft. Allein 2015 haben Besitzer von etwa 600 Sozialwohnungen Fördergelder vorzeitig zurückgezahlt und sind nur noch weitere 10 Jahre gebunden. Ab 2023 verlieren viele andere Wohnungen die Sozialbindung. 150 neue Sozialwohnungen müssten jährlich neu gebaut werden, nur um den jetzigen Bestand zu erhalten. Der Stand 2017: die BGW arbeitet seit März 2016 an 15 Wohnungen an der Heeper Straße.

"Damit unser Oberbürgermeister endlich handelt, werden wir ihm bei der Ratssitzung am 4. Mai über 10.000 Unterschriften unserer Bürgerinnen und Bürger überreichen, die von ihrer Stadt den Bau von 3.000 bezahlbaren Wohnungen fordern," kündigt der Bezirksvertreter an.

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