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26. Oktober 2012
Berichterstattung der Neuen Westfälischen Zeitung

kl Barbara Schmidt

Stellungnahme von Barbara Schmidt zur Berichterstattung der Neuen Westfälischen zur Debatte "Vemögensteuer jetzt!" auf der Ratssitzung am 25. Oktober.

LESERBRIEF

Hallo, Herr Redakteur Güntter,

waren Sie am 25.10. für Ihren Bericht über die Debatte zur Vermögenssteuer auf der gleichen Ratssitzung wie ich? Haben Sie unseren Antrag dazu überhaupt gelesen und die Debatte verfolgt? Wenn ich Ihren Artikel lese habe ich den Eindruck, dass war nicht der Fall.

Die Berichterstattung der NW zu diesem Punkt ist wirklich bemerkenswert: Erst bringen Sie es fertig, über den Tagesordnungspunkt „Vermögenssteuer jetzt!" einen umfangreichen Artikel ohne Nennung des Autors zu veröffentlichen, in dem alle zu Wort kommen, nur nicht diejenigen, die den Antrag zur Tagesordnung gestellt haben – nämlich die Ratsfraktion der LINKEN. Dann behaupten Sie, Herr Güntter, in Ihrem Bericht, unser Antrag hätte darin bestanden, den Oberbürgermeister aufzufordern, sich für eine Vermögenssteuer einzusetzen. Das stand zwar auch in unserem Antrag. Das vorrangige Anliegen - und das war der strittige Teil, den wir auch ausführlich begründet haben – lautete auf Beitritt der Stadt Bielefeld zum Bündnis „Vermögensteuer jetzt!" Darüber verlieren sie in Ihrem Bericht kein Wort. LeserInnen der NW müssen sich verwundert die Augen reiben und fragen, worum ging es da überhaupt? Aus ihrem Bericht wird das nicht deutlich.

Unter sauberer journalistischer Arbeit verstehe ich etwas anderes. Aber anscheinend gehört es zu Ihrem Selbstverständnis, dass es uns eigentlich gar nicht gibt oder zumindest nicht geben sollte. Und wenn wir uns schon nicht nach Ihrem Selbstverständnis richten, dann ignorieren Sie uns halt.

Ich denke, Sie und Ihre Redaktion werden sich daran gewöhnen müssen, dass die LINKE eine politische Kraft in Bielefeld ist. Vielleicht sind Sie dann irgendwann in der Lage, über politische Realitäten angemessen zu berichten.

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Schmidt


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