24. September 2014
Bielefeld braucht mehr Mietwohnungen – der Abzug Britten 2019 bietet dafür große Chancen

Bernd-Vollmer-grTrotz aller Prognosen, Bielefeld ist in den letzten Jahren gewachsen. Es ist damit zu rechnen, dass dieser Trend „Zurück in die Stadt" – in Verbindung mit dem Ausbau der Universität – sich fortsetzt. Zwar sind auch in den letzten Jahren zahlreiche Wohnungen neu gebaut worden, aber im unteren Mietpreissegment ist der Wohnraum bereits knapp geworden.

Folie: Bielefelder Wohnungsmarktbarometer 2014
Folie: Bestand öffentlich geförderter Mietwohnungen

Da kommt der Abzug der britischen Rheinarmee aus Bielefeld bis 2019 gerade recht. Wohnungen werden frei und zwei riesigen Areale lassen sich neu für den Wohnungsbau nutzen.

DIE LINKE hatte im Hauptausschuss um Auskunft gebeten, was an Fläche und Wohnraum zur zukünftigen Nutzung zur Verfügung stehen wird. Nach Aussage der Verwaltung geht es um 62,75 ha Fläche und 468 Wohneinheiten. Dieses wollte DIE LINKE genauer wissen und hat die Flächen auf einer großen Tafel zusammengefasst.

Folien: Gebäude und Flächen der britischen Rheinarmee

Das Ergebnis brachte zum Teil Überraschendes:

285 Reihenhäuser, 31ha Gelände an der Detmolder Straße mit 18 für den Wohnungsbau nutzbaren Gebäuden und zusätzlich 9 ha mit 5 Gebäuden an der Oldentruper Str. Dazu kommen weitere Gelände in Sennestadt und an der Friedrich-Hagemann-Str.

Der Bestand der öffentlich geförderten Mietwohnungen ist in Bielefeld in den letzten Jahren konstant zurück gegangen. Der Preis läuft daher konstant in Richtung „rot": knapper Wohnraum, deutlich steigende Mietpreise. Dies trifft die Stadt an zwei Stellen, und beide tun weh! Zum einen ergibt sich eine Kostenfalle: steigende Mieten führen bei Familien mit geringem Einkommen zu Förderansprüchen durch Wohngeld oder Kosten der Unterkunft, was den Sozialhaushalt der Stadt zusätzlich belastet. Zum anderen ergibt sich eine Zukunftsfalle: Knapper Wohnraum führt dazu, dass junge Familien über ih¬ren Rahmen hinaus belastet wer-den. Die Leistungsstarken suchen nach Alternativen und verlassen die Stadt. Bielefeld gehen indirekt Einnahmen verloren - zukunftsfähige Arbeitsplätze bleiben unbesetzt.

Die hier präsentierten Liegenschaften des Bundes, für die die Stadt nach Aussage der Stadtverwaltung ein Vorkaufsrecht hat, bieten eine riesige Chance für die Entwicklung der Stadt. Die LINKE möchte mit der Vorstellung einen öffentlichen Prozess im Sinne der Zukunftssicherung für Bielefeld anstoßen. So bietet sich das Gelände an der Oldentruper Straße geradezu an. Gemeinsam zum Beispiel könnten BGW, Freie Scholle und Stadt das Gelände als „Rochdale Wohnpark" entwickeln. BGW und Freie Scholle haben in direkter Nähe bereits einen großen Wohnbestand. Die Linie 3 verkehrt direkt vor dem Gelände, die Buslinie 24 könnte das Gebiet zusätzlich direkt erschließen. Mehr als 250 Wohnungen ließen sich hier errichten, dabei sind zusätzlich ausreichend Flächen für Kita und Parkanlagen.

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