23. Oktober 2011
Kinder sind Opfer der Ampel-Sportpolitik !

 wk22_bernd schatschneider

Bernd Schatschneider, Bezirksvertreter in Heepen:
Der organisierte Sport muss eine bittere Pille aufgrund der chaotischen Politik der Ampelkoalition schlucken. Die Bielefelder Turngemeinde (BTG) zog ihren Antrag auf Zuschuss für eine Kindersporthalle zurück. Ein gemeinnütziger Verein braucht für ein Millionenprojekt Unterstützung und Verlässlichkeit sagt die BTG in ihrer Begründung gegenüber den Mitgliedern des Schul- und Sportausschusses. Die ist bei den Entscheidungsträgern der Rot-Grün-Gelben-Koalition nicht gegeben.


Das es bereits nach so kurzer Zeit zu einer dramatischem Veränderung in der Bielefelder Sportlandschaft kommen würde, war nicht absehbar, hat sich aber schon lange angedeutet. In der Sportstättenprüfungskommission betrieben die Koalitionäre eine Sportbehinderungs- und Verhinderungs- anstelle einer Sportförderpolitik. Engagierte Vereine die fristgerecht ihre vollständigen Unterlagen einreichten haben erst jetzt ihr Geld erhalten. Ein sechsstelliger Betrag, über dessen Verwendung noch entschieden werden muss, ist noch nicht ausgeschüttet worden. Im bisherigen -geordneten Verfahren- waren zu diesem Zeitpunkt die meisten Vorhaben schon vollständig umgesetzt. Die Sportvereine wissen nicht mehr, ob und wann sie Zuschüsse erhalten.
Die Variante, einen Antrag für eine Sporthalle in den Jugendhilfeausschuss zu überweisen, ist nicht nur neu, sondern auch unlogisch, fadenscheinig und falsch. Als Ergebnis dieser Realsatire wird es anstelle einer Kinderturnhalle wohl eine beleuchtete Laufstrecke geben. Den „Fachpolitikern“!? der Ampelkoalition scheint es dabei egal zu sein, dass Sport im Kindesalter sich nur positiv auf die Biografie des Menschen auswirkt. Dadurch ist der „Tausch“ beleuchtete Laufstrecke für Kindersporthalle das Undurchdachteste, was man sich einfallen lassen kann. Dass dafür überhaupt ein Bedarf besteht, wird nur vermutet, ist aber mehr als zweifelhaft. Dafür ist eine Laufstrecke teuer (auch wegen der Folgekosten), nicht umweltfreundlich (das alle Nutzer zu Fuß kommen ist mehr als unwahrscheinlich) und tierfeindlich (wann sollen sie schlafen?). Dass unter diesen Gesichtspunkten die Grünen sich dafür einsetzen, verstehen sie wohl selber nicht. Bei der „Systematik“ der Koalition ist auf der beleuchteten Laufstrecke ein beleuchtetes Toilettenhäuschen mit Atomstrom aus Grohnde nicht auszuschließen. Mit der beleuchteten Joggingstrecke in Düsseldorf hat sich der Bund der Steuerzahler bereits mehrfach beschäftigt. Er bezeichnete sie als überflüssig. Der Landschaftsbeirat dort hatte sich gegen die Strecke ausgesprochen.


Der Sportbund mit seinen rd. 88.000 Mitgliedern (über 50.000 Wählern) kritisiert dieses Chaos zu Recht auf das schärfste. Die Medien berichten täglich über die Schizophrenie der Ampelkoalition. Die Linke wird in allen zuständigen Gremien Anträge und Anfragen stellen, damit es wieder zu einer sachgerechten Sportförderung kommt. Nicht umsonst hat der stellv. Fraktionsvorsitzende der Linken, Onur Ocak, als einziger Politiker im Schul- und Sportausschuss Beifall für seine Äußerungen erhalten.


Scheinbar hat jetzt auch unser Oberbürgermeister Clausen eingesehen, dass es so nicht geht. Seine Stellungnahme gibt Anlass auf Hoffnung. Die Linke wird genau beobachten, ob seine Koalitionspartner das genauso sehen oder ob es nicht doch zu einem „Kuhhandel“ Stadtwerke-Rückkauf und beleuchteter Laufstrecke am Obersee kommt.

 

 

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