12. Februar 2014
Sportförderung sinnvoll einsetzen

DIE LINKE für die vollständige Auszahlung der Sportpauschale an die Vereine
Onur Ocak-klIn der Schul- und Sportausschusssitzung vom 11. 2. 2014  wurde gegen die Stimme der LINKEN die Errichtung einer Sportgelegenheit am Johannisberg für knapp 60.000 Euro beschlossen. Zuvor hatte DIE LINKE beantragt, das Geld vollständig dem Vereinssport zuzuweisen.

 

Dazu erklärt Onur Ocak, stellv. Fraktionsvorsitzender: „Es ist äußerst riskant, solch hohe Beträge in ein Projekt zu investieren, bei dem es überhaupt keine Angaben über Auslastung und Nutzung gibt."

Zwar habe der Sportausschuss im Jahr 2012 vereinbart, dass 10 Prozent der Mittel aus der Sportpauschale, die für den Vereinssport vorgesehen sind, auch für „sinnvolle Projekte" des vereinsungebundenen Sports bereitgestellt werden können, aber ob Turn- und Bewegungsgelegenheiten am Waldrand, die vorbeigehende Spaziergänger zur „Bewegung animieren sollen" als ein solches Vorhaben bewertet werden kann, erscheint „mehr als fraglich".

Völlig ungeklärt bleibt weiterhin, nach welchen Kriterien diese Projekte zu bewerten sind. „Während Vereine für Zuschüsse aus der Sportpauschale seitenlange Formulare und Nachweise insbesondere über Auslastung und Nutzung erbringen müssen, werden beim vereinsungebundenen Sport Beträge in fünfstelliger Höhe einfach abgenickt, ohne das überhaupt nur Prognosen über die Nutzung abgegeben werden. So kann mit dem Geld nicht umgegangen werden, insbesondere wenn ein immenser Sanierungsbedarf für die Vereinssportplätze besteht, die deswegen hinten anstehen müssen," erklärt Onur Ocak.

Das ganze Verfahren scheint weniger vom Gedanken der Sportförderung getragen zu sein, als von wahltaktischen Geschenken. „Die Grünen wollen anscheinend, nachdem eine beleuchtete Laufstrecke nicht realisiert werden konnte, nun ein Trostpflaster für ihre Klientel haben. Dass dafür 60.000 Euro ausgegeben werden, die den Vereinen nun fehlen, scheint nebensächlich. Bei diesen ist im Gegensatz zur Sportgelegenheit am Johannisberg garantiert, dass jeder Cent für die Vereinsmaßnahmen auch der Sportförderung dient."

Eine Förderung des Individualsportes kann nach Auffassung der LINKEN nur über den Ausbau und die Pflege der bestehenden Grünlangen und Parkflächen erfolgen. Das kommt aber allen Bürgern zugute und ist eine öffentliche Aufgabe, die nicht aus der Sportpauschale zu finanzieren ist.

Weitersagen

Termine

NOEVENTS

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Kontakt


DIE LINKE. Ratsfraktion Bielefeld
Niederwall 25
33602 Bielefeld

Telefon: 0521-515080
die.linke@bielefeld.de