13. September 2014
Naturschutz für die Johannisbachaue

Dr.Hartwig Hawerkamp-grAm 24.August 2014 beantragten die beiden Mitglieder der LINKEN in der Bezirksvertretung Schildesche, Inge Bernert und Hartwig Hawerkamp, die Johannisbachaue unter Naturschutz zu stellen.

In der Begründung beriefen sie sich auf die von der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld e.V. erstellten „faunistischen und floristischen Dokumentation zum Heckrinderprojekt in der Johannisbachaue" aus dem Jahr 2011":

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der BUND-Kreisverbandes Bielefeld hat sich die in der Dokumentation festgestellte Tendenz erneut bestätigt. Die Johannisbachaue wird nicht nur von einer Vielzahl von auf der Roten Liste stehender Vögel als Durchzugsort genutzt (bspw. Baumfalke, Pirol, Neuntöter), es hat sich ebenso eine Vielzahl gefährdeter und im gesamten Bielefelder Raum kaum mehr anzutreffenden Vogelarten fest angesiedelt (z.B. Kiebitz, Braunkehlchen, Kuckuck, Rebhuhn, Feldlerche) und das mit steigender Tendenz. Eine ähnliche Entwicklung gilt für gefährdete Arten der Insekten- und der Pflanzenwelt.

 

Durch das Nebeneinander von Grün- und Ackerflächen sowie durch die kenntnisreiche Bewirtschaftung des ansässigen Landwirtes konnte ein Nebeneinander von unterschiedlichsten Pflanzenarten erreicht werden. Zu dem Erfolg hat das Konzept der extensiven Ganzjahresbeweidung durch die Heckrinder erheblich beigetragen.

 

Die Johannisbachaue zeigt unseres Erachtens deutlich, dass eine Koexistenz von sich entwickelnder Natur in den nicht zugängigen Bereichen des mäanderenden Bachverlaufs und von Sport- und Wandermöglichkeiten in der dafür ausgewiesenen Wege- und Parkregion möglich ist. Dabei sollte jedoch die Entwicklung der Flora und Fauna als Kernbereich Vorrang gewährt werden und dieser den Status eines Naturschutzgebietes erhalten."

Die Grünen bestätigten im Prinzip die Notwendigkeit der Unternaturschutzstellung. Sie hielten es aber für notwendig, einen solchen Beschluss über die entsprechenden Verwaltungsgremien „gut vorzubereiten, um Auswirkungen und Kosten zu klären und die Naturschutz-verbände einzubeziehen." Die CDU und die Vertreterin der BfB fühlten sich in der Bewegungsfreiheit der Menschen in diesem Gebiet zu „stark eingeschränkt". Außerdem könnte der Untersee auch als Hochwasserschutz dienen.

Die SPD dürfte erleichtert sein, denn sie befindet sich in der misslichen Lage, dass die CDU unverhohlen den Untersee fordert und den Bau des Sees zur Bedingung für eine große Koalition mit ihr und der SPD auf Ratsebene machen könnte. Dieses Zugeständnis würde aber zwangsläufig mit der vom SPD-Bezirksbürgermeister Knabe ursprünglich gegebenen Zusage kollidieren, den Untersee abzulehnen. Somit blieb der SPD-Fraktion in dieser BZV-Sitzung eine Positionierung erspart.

Um keine Ablehnung des eingebrachten Antrages zu erfahren, zogen wir den Antrag zunächst zurück. Unsere Intention geht aber dahin, diesen nach der Prüfung durch die Verwaltungsgremien erneut einzubringen.

Mittlerweile hat die BZV in Heepen mit ihrer Mehrheit von SPD/Grüne/Linke ebenfalls den Antrag gestellt, die Johannisbachaue unter Naturschutz zu stellen und hat diesen mit Mehrheit zugestimmt. Damit liegt dieser Antrag nun aus 2 Bezirken als „Prüfauftrag" der Verwaltung vor.

Die Auseinandersetzung um die Johannisbachaue nimmt Fahrt auf. Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, diese unter Naturschutz zu stellen!

Inge Bernert
Hartwig HawerkampInge-Bernert-gr

Weitersagen

Termine

NOEVENTS

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Kontakt


DIE LINKE. Ratsfraktion Bielefeld
Niederwall 25
33602 Bielefeld

Telefon: 0521-515080
die.linke@bielefeld.de