22. Oktober 2014
Sozialticket - weitere Preiserhöhung vorerst verhindert

Sozilticket-KartenuebergabeDer Protest von Sozialticket-Nutzern zeigt Wirkung:
Die Preiserhöhung um 8 Euro zum 1. August wurde zwar nicht zurückgenommen, aber eine weitere Preiserhöhung um 6 Euro zum 1. November konnte - zumindest vorerst - verhindert werden. Zum 1.1.2015 sollte der Verkauf vom Sozialticket sogar vorübergehend eingestellt werden.


Das Bündnis für ein Sozialticket hatte im August über 2.500 Unterschriften gegen die Preiserhöhung von 8 Euro für das Sozialticket gesammelt. Statt die Preiserhöhung zurückzunehmen, wollte die Verwaltung den Preis jedoch noch einmal um 6 Euro erhöhen, da in diesem Jahr weniger Zuschüsse vom Land zur Verfügung gestellt werden.

In Gesprächen und einem Schreiben an die Ratsfraktionen und Gruppen hat das Bündnis für ein Sozialticket auf die hohen Mehreinnahmen von moBiel durch das Sozialticket hingewiesen. Diese Mehreinnahmen sollen - wie die Landeszuschüsse - preissenkend eingesetzt werden.

Die Frage ist jedoch, wie hoch diese Mehreinnahmen sind: moBiel hatte bereits 2013 Mehreinnahmen in Höhe von 60. bis 80.000 Euro benannt. Im Juni dieses Jahr hieß es dann trotz gestiegener Verkaufszahlen, es gäbe nur recht geringe Mehreinnahmen - in einer Verwaltungsvorlage im Oktober wurden Mehreinnahmen sogar gänzlich bestritten.

Das Bündnis für ein Sozialticket geht dagegen selbst bei einer konservativen Berechnung von jährlichen Mehreinnahmen in Höhe von 597.000 Euro aus.

Auf Grundlage dieser Argumente haben die Ratsfraktionen SPD, Grüne und DIE LINKE einen gemeinsamen Änderungsantrag zur geplanten Preiserhöhung in die Ratsausschüsse eingebracht. Mit diesem Änderungsantrag konnte die weitere Preiserhöhung - zumindest vorläufig - gestoppt werden.

Verwaltung, moBiel und das Bündnis für ein Sozialticket sollen jetzt in gemeinsamen Gesprächen eine Klärung über die Mehreinnahmen herbeiführen. Das wird bei den unterschiedlichen Interessen nicht leicht werden. moBiel soll wegen der Finanzprobleme der Stadt künftig 5 Prozent des Betrages einsparen, den es von der Stadt Bielefeld für ihre Leistungen erhält. Da fällt es natürlich schwer, auf diese Mehreinnahmen zu verzichten - die stehen jedoch den Sozialticket-Nutzern zu. 

DIE LINKE fordert moBiel auf, in die Zukunft zu denken:  Bei abgesenkten Ticketpreisen sollte sich das Sozialticket durch steigenden Nutzerzahlen betriebswirtschaftlich rechnen - vielleicht sogar auch ohne Zuschüsse vom Land.

Anhänge:
Berechnung der Mehreinnahmen durch das Bündnis für ein Sozialticket
Pressemitteilung vom Bündnis zu den geplanten Erhöhungen vom Ticketpreis

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