01. September 2015
Sozialticket: Ein Stück Normalität erreichen

Benni-Stiesch-grBezirksvertretung Jöllenbeck will Sozialticket über mobiel-Verkaufsstellen vertreiben

Peter Kraiczek bezeichnete in der letzten Sitzung den Antrag als vorbildlich. Gut recherchiert. Und auch sinnvoll. Weshalb seine Fraktion diesen einhellig unterstützen wird. Kraiczek ist in der Bezirksvertretung Jöllenbeck Fraktionsvorsitzender der CDU und stimmte so einen Antrag zu, den Benni Stiesch für Die Linke initiiert hat.

Worum geht es? Im Stadtbezirk Jöllenbeck ist es für die dortigen Menschen schwer, monatlich aufs neue das Sozialticket zu kaufen. Im ganzen Bezirk gibt es keine Verkaufsstelle, die nächstgelegenen Stellen sind im Freizeitzentrum Baumheide sowie in der Kleiderkammer gegenüber der Agentur für Arbeit. „Wer nicht gerade was in der Stadt zu erledigen hat, muss sich für einmal Fahrkarten kaufen zu einer Tour auf machen, die hin und zurück mindestens eine Stunde Fahrzeit kostet", so Benni Stiesch. Dabei kommt erschwerend hinzu, daß das Sozialticket nur an 10 Tagen im Monat erhältlich ist. Verpasst man diese, muss man einen Monat die regulären Fahrpreise zahlen. Für Menschen ohne reguläres Einkommen ist dies eine drastische persönliche Einschränkung.

In Jöllenbeck soll jetzt ein Stück Normalität einkehren. Deshalb hat der linke Bezirksvertreter diesen Antrag initiiert. „In ganz Jöllenbeck und Theesen gibt es keinen einzigen Ticketautomaten von mobiel, über den man den Verkauf abwickeln kann".

Also müssen für Stiesch die vier regulären mobiel-Verkaufsstellen ran. Die sechs Tage die Woche sehr lange offen haben und zentral liegen.

Beim Sozialticket müssen wir insgesamt mehr Normalität rein bringen", so Stiesch. „Es sollte an allen Ticketautomaten und Verkaufsstellen erhältlich sein. Und auch an jeden Tag des Monats.Stadtweit!" Denn alles andere ist für ihn eine nicht hinnehmbare Einschränkung der Menschen, die auf das Sozialticket angewiesen sind. „In Jöllenbeck werden wir damit mal anfangen".

Die Bezirksvertretung hat im August einstimmig beschlossen, dass mobiel zusammen mit den Verkaufsstellen hierfür eine Lösung entwickeln soll. Sollte das nicht klappen, wird die Verwaltung gebeten, eine Ausgabe über die Filiale der Bürgerberatung im Bezirksamt zu prüfen.

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