05. Juli 2011
Regenbogenflagge am Rathaus

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Eine Anfrage, die die Szene erregt

 

Die Regenbogenflagge am Rathaus

 

Bielefeld, 30. Juni 2011. Da kommt Farbe ins Spiel. Vor dem Rochdale-Raum warteten 50 Menschen auf die Mitglieder des Hauptauschuss des Stadtrats. Hier hat Ralf Schulze von der Bürgergemeinschaft für Bielefeld (BfB) gefragt, ob es rechtens wäre, daß zum Christopher Street Day (CSD) am Rathaus die Regenbogenflagge weht. Ganz offiziell und mit Genehmigung des Oberbürgermeisters.

Schließlich könne dann jeder Tauben- und Kaninchenzüchterverein kommen und auf der Basis der Gleichbehandlung dieses auf für seinen Verein verlangen. Mit einen Kaninchenzüchterverein wollen sich die Schwulen und Lesben in Bielefeld aber nicht gleichsetzen lassen. Und auch nicht auf die Regenbogenflagge vor dem Rathaus verzichten. Hing die doch 2010 zum ersten mal vor dem Rathaus. Bielefeld langjähriger Oberbürgermeister Eberhard David (CDU) hatte das immer abgelehnt. Unter Pit Clausens Regentschaft änderte sich das. War 2009 die Flagge noch inoffiziell  wie auch Handstreichartig übers Balkongeländer geworfen worden, wurde sie 2010 mit seinen Segen feierlich gesetzt. Zugleich konnten sich während eines Empfangs die Teilnehmer des CSD ins offizielle Gästebuch der Stadt eintragen.

 

20110630_regenbogenflagge_copyright_by_m_benni_stiesch_5589Nun die Anfrage von Ralf Schulze. Von wegen Kaninchenzüchterverein und so. Er bekennt sich dazu, schuldig zu sein für den ganzen Trubel. Aber das sei alles ein Missverständnis, er habe nicht die richtige Wortwahl bei seiner Anfrage gefunden. Er wolle lediglich verhindern, dass Rechts- und Linksextreme auf Basis des Gleichbehandlungsgrundsatzes die selben Rechte wie beim CSD einklagen können. Hierbei verweist er auf entsprechende Gerichtsurteile. Die CDU fragte hingegen, wie es komme, dass zum CSD geflaggt werden dürfe, an einer Schule zum Empfang des Botschafters aus Costa Rica nicht? Das will und muss Clausen jetzt prüfen. Barbara Schmidt, Vorsitzende der Linksfraktion im Bielefelder Rathaus, stellte heraus, dass dieses Zeichen der Solidarität durch 20110630_regenbogenflagge_copyright_by_m_benni_stiesch_5592das Hissen der Flagge eine Unterstützung der Bewegung sei. Schließlich habe die Diskriminierung 1945 nicht aufgehört sondern setze sich bis heute fort.

 

 

Pit Clausen stellte mit einen eindeutigen JA dar, dass auch am 16ten Juli, pünktlich zum CSD die bunte Flagge wieder am Rathaus hängen wird. Nur am 10ten März lässt er eine weitere Ausnahme zu, wenn die Flagge Tibets an das dortige Unrecht erinnert.

Das Hissen der Flagge zum CSD sei "eine wunderbare Möglichkeit, symbolisch auszudrücken, dass Bielefeld eine moderne Großstadt ist, in der die Menschen einander ohne provinzielle Ressentiments begegnen", so Clausen. "Der CSD sei weder Party noch Brauchtum, vielmehr Festtag, Gedenktag und Demonstationstag von Lesben,  Schwulen, Bisexuellen und Transgendern".

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