08. April 2012
DIE LINKE in Heepen / Brake

wk22 bernd schatschneider Bericht von Bernd Schatschneider (Bild) Mitglied der Bezirksvertretung: Johannisbachaue, aktuelles und Anträge:

Die Johannisbachaue befindet sich im Grenzgebiet zwischen Schildesche und Brake, optisch geteilt durch den Viadukt. Dieses wunderschöne Biotop beherbergt eine einzigartige regionale Fauna und Flora. In diesem malerischen Idyll findet man Ruhe, Frieden, Besinnlichkeit und Inspiration. Es ist ein besonderer Ort, auch für kreative Ideen.

Die erste Idee kam von der CDU. Was ist denn der Maschsee im Vergleich zum Untersee? So halten die Schwarzen sehr konsequent und beharrlich seit mehr als 30 Jahren an dieser Idee fest. Vielleicht sollte man sie punktuell mal aktualisieren. Jetzt gibt es nämlich Heckrinder auf der geplanten Fläche des Untersees. Oder macht Monika Kammeier die Jungfernfahrt im Ruderboot zusammen mit den Rindviechern? Aktuell möchte die FDP mit ins Boot. Wahrscheinlich, weil sie es für ein Rettungsschiff hält.

Eine besondere Idee hatte die Verwaltung. Eine Bodendeponie, um der klammen Stadt zu Reichtum und Wohlstand zu verhelfen. Was interessiert dabei ein hart errungener Kompromissbeschluss mit aktiver Bürgerbeteiligung? Und dass die tatsächlichen Zahlen von den kalkulierten Zahlen deutlich negativ abweichen? Man muss ja schließlich nicht immer so kleinlich sein.

Das sagte sich auch Regina Klemme-Linnenbrügger, eine SPD-Politikerin. Sie hat in der Bezirksvertretung dagegen, aber im zuständigen Fachausschuss dafür abgestimmt und damit die Deponie möglich gemacht. Aber sonst weiß sie wahrscheinlich ganz genau was sie bzw. ihre Partei will oder auch nicht will.

Die beste Idee kommt aber von den Grünen. Sie nennt sich „Beleuchtete Laufstrecke am Obersee". Ob es sich dabei um ein Prestigeobjekt handelt oder um Klientelpolitik ist dabei nicht ganz klar. Klar sind die Fragen nach dem Bedarf, der Sinnhaftigkeit, der Kosten und Folgekosten, des Umweltschutzes und der Finanzierung. Die Laufstrecke ist eine ideologische Träumerei, die nicht realisierbar ist.

Bei der Finanzierung haben die Grünen die beste Idee aller Zeiten. Man nimmt sich einfach Geld aus der Sportpauschale. Dass man dabei ein faires, bewährtes und funktionierendes System in Frage stellt, ist ja nicht so wichtig. Dass der organisierte Sport, mit weit mehr als 80.000 MitgliederInnen, nicht mehr weiß, ob, wann und wie viel Zuschüsse er bekommt, was soll's. Dass die Bielefelder Turngemeinde (BTG) ihren Antrag auf eine Kindersporthalle zurückzog, mit der Begründung „Ein gemeinnütziger Verein braucht für ein Millionenprojekt Verlässlichkeit und Unterstützung, die ist bei den Entscheidungsträgern nicht gegeben", wen kümmert das schon?

Die Grünen beweisen bei der Planung eine sehr große Weitsicht. Um die Notdurft der Menschenmassen befriedigen zu können und wildes Urinieren in „unsicheren Gebüschstrukturen" vorzubeugen, wird es beleuchtete Toilettenhäuschen geben. Unklar ist noch, ob diese mit Atomstrom aus Grohnde, Photovoltaikanlagen, Windkraft oder Wasserkraft aus dem Johannisbach betrieben werden.

Wenn dann alles fertig ist, wird Klaus Rees (KR) zur Eröffnung einen Wettlauf mit einem Heckrind bestreiten. Es wird mit Spannung erwartet, ob der zwei- oder der vierbeinige Sportler gewinnt. Das Rind gilt als trainingsfaul. KR ist ein erfahrener Läufer der regelmäßig trainiert und dabei noch Interviews geben kann. Somit ist völlig offen, ob das Rindvieh diesen Wettkampf erfolgreich bestreiten kann. Vielleicht sollte man alle guten Ideen noch sehr lange und sehr gründlich reifen lassen und bis dahin einfach alles nur so lassen wie es ist !!!

Aktuelles In der letzten BZV-Sitzung, in der Grundschule Brake, berichtete das Jugendamt über die offene Jugendarbeit im Stadtbezirk. Dies geschah aufgrund von Aktivitäten der Linken. Der Jugendbereich im Kinder und Jugendhaus der AWO befindet sich nach einer Durststrecke wieder auf dem richtigen Weg.

Die Antwort der Deutschen Bahn aufgrund des Todesfalles am Braker Bahnhof im Februar 2011 kann man nur als menschenverachtend bezeichnen. Scheinbar ist die Reparatur von wenigen Metern Zaun zu teuer im Verhältnis zu Menschenleben. Gut, dass es in Brake engagierte Bürger gibt. Der Zaun ist „geflickt".

Anfragen Zwei Anfragen in der Bezirksvertretung Heepen (BZV) beschäftigten sich mit der Entwässerung im 7-Teiche-Grünzug. Zuerst wurde gefragt, wie sichergestellt wird, dass die Probleme an der Kreuzung AWO-Kindergarten Hackemackweg, Wefelshof, Kinderspielplatz (in Brake auch bekannt als die unendliche Geschichte oder Schild bürgerstreich der Verwaltung) nicht zu dauerhaften Problemen am Kinderspielplatz führen. Zudem wurde gefragt, was mit den Bereichen an den „7-Teichen" passiert an denen Wasser über die Ufer getreten ist. Die Antworten der Verwaltung waren schon bemerkenswert.

An beiden Stellen gibt es keine Probleme. Somit leugnet die Verwaltung, die sich selbst gerne als Fachverwaltung bezeichnet, Realitäten. Aktuell ist die Waagestraße ein Thema. Pläne für die Entwicklung dieses Bereiches gibt es nicht. Es wird versucht, die Müllproblematik in den Griff zu bekommen.

In der Praxis gestaltet sich dieses als schwierig, da einige Bürger den Bereich zwischen Waagestraße und Bahngleisen als öffentliche Müllkippe ansehen und Säckeweise Müll entsorgen.

An dem schlechten Zustand der Straße vom Edeka bis zur Ladestraße wird sich so schnell nichts ändern, da die Stadt nicht zuständig ist. Es handelt sich um Bahngelände. Die Bahn hat, wie auch bei anderen Dingen, kein Interesse am Zustand etwas zu ändern.

Anträge In der Januar-Sitzung wurde die Verwaltung beauftragt, Möglichkeiten aufzuzeigen wie der Lückenschluss zwischen der Werkstraße und dem Gelände der Firma Eurotex realisiert werden kann. Dadurch würde die Fehmarnstraße vom Schwerlastverkehr deutlich entlastet.

In der Februar-Sitzung wurde beschlossen, dass MoBiel Bericht erstatten soll über die Buslinie „30". Da gibt es noch einige Fragen u.a. zur Haltestelle „Marktplatz", zur Streckenführung, zu den Ver spätungen und zur Sicherheit an der Haltestelle „Milser Krug".

Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer (insbesondere der Fahrradfah rer) im Bereich der Fehmarnstraße, Braker Straße und Engerschen Straße ist kein neues Thema. Es ist aber immer aktuell. Die Verwaltung wurde beauftragt Vorschläge zur Verbesserung der Situation der Bezirksvertretung vorzulegen.

(Abdruck aus Brake Aktuell März 12)

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