17. September 2015
Erhalt der Bürgerberatungen in den Stadtbezirken

Auf der Ratssitzung am 17.09.2015 haben alle anderen Parteien den Antrag der LINKEN zum Erhalt der Bürgerberatungen abgelehnt.

Auch die CDU hatte einen Antrag zum Erhalt der Bürgerberatungen eingebracht. Der Antrag der LINKEN war jedoch konkreter: "Der Rat der Stadt Bielefeld fordert den Oberbürgermeister auf, das bestehende Angebot der Bürgerberatungen dauerhaft und auf dem aktuellen Niveau zu erhalten."

Die Öffnungszeiten der Bürgerberatungen in den Stadtteilen und die Personalbesetzung sollten nicht gekürzt werden! Um die zentrale Bürgerberatung im Rathaus zu entlasten, müssen die Einwohner über die Öffnungszeiten der Bürgerberatungen in ihren Stadtteilen besser informiert werden. Viele wissen überhaupt nicht, dass im Stadtteil eine Bürgerberatung vorhanden ist.

Der Antrag der LINKEN wurde jedoch von allen anderen Parteien abgelehnt - auch von der CDU. Die CDU kann sich nämlich durchaus Kürzungen bei Personal und Öffnungszeiten vorstellen.

Spannend wird es, wie sich demnächst die anderen Parteien und der Oberbürgermeister zum Einwohnerantrag zum Erhalt der Bürgerberatungen verhalten. Werden sie den Willen der Einwohner missachten?


Bernd Schatschneider-grBernd Schatschneider hat in seiner Rede den Antrag der LINKEN begründet:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

zuerst möchten wir uns bei den Kollegen der CDU bedanken. Ihr Antrag ist eine gute Unterstützung für unseren Einwohnerantrag. Inzwischen haben wir knapp 6.000 Unterschriften gesammelt, darum können sie noch unterschreiben. Im Anschluss an diese Rede werde ich ihnen Listen zur Verfügung stellen. Um die anderen Fraktionen und Parteien im Rat nicht zu benachteiligen, bekommen sie selbstverständlich auch Unterschriftslisten. Falls die Menge nicht ausreichen sollte, bekommen sie gerne Nachschub von uns.

Warum sammelt DIE LINKE Unterschriften für den Erhalt der Bürgerberatungen? Weil die Menschen es wollen, dass man nicht auf ihre Kosten spart! Sie wollen ihre Bürgerberatung fußläufig erreichen. Das wollen nicht nur Menschen, die auf einen Rollator angewiesen und Mütter, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind.
Nein, das wollen alle!

Weiterlesen...
 
31. Mai 2015
Erhöhung der Grundsteuer B für die Haushaltsjahre 2015, 2016 und 2017

Dr.Dirk-Schmitz-gr

 

Rede von Dr. Dirk Schmitz, Ratsfraktion DIE LINKE,
zur Erhöhung der Grundsteuer für die Haushaltsjahre 2015, 2016 und 2017.


Es gilt das gesprochene Wort.

 

 


Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren,


auch wenn die Vorlage jetzt von der Verwaltung kommt, geht es tatsächlich um die Umsetzung des Beschlusses von SPD, Grünen und Bürgernähe/Piraten.


Wir haben unsere Kritik an der übermäßigen Erhöhung der Grundsteuer bereits bei den Haushaltsberatungen geäußert. Darum möchte ich jetzt nur kurz die zentralen Gründe nennen, warum wir den Antrag ablehnen:


1. Die Stadt hat kein Ausgaben-Problem, sondern es fehlt ihr an Einnahmen. Das ist auch kein besonderes Bielefelder Problem. Bei den Städtetagen sind sich immer alle Parteien darüber einig – nur vor Ort wird das immer wieder vergessen.

2. Wenn wir mehr Einnahmen brauchen, müssen wir es dort holen, wo das Geld ist. Das sind vor allem Betriebe mit hohen Gewinnen. Wir hatten bei den Haushaltsberatungen eine Erhöhung der Gewerbesteuer auf die Gewinne der Betriebe um ein Prozent (30 Hebesatzpunkte) gefordert. Das ist eine moderate Erhöhung – kein Betrieb würde deswegen Bielefeld verlassen. Das wissen sie alle, auch wenn sie hier anderes erzählen.

3. Argumente der Paprika-Koalition, die Gewerbesteuer wäre unsicher und könnte nicht kalkuliert werden, sind Scheinargumente und reine Augenwischerei. Die Gewerbesteuer ist die ertragsreichste kommunale Steuer und wird bei jedem Haushalt nach vorgeschriebenen Kriterien kalkuliert. Man kann sie natürlich kalkulieren. Unsicherheiten durch konjunkturelle Schwankungen betreffen nicht nur die Gewerbesteuer, sondern auch alle Gelder, die wir vom Land und Bund bekommen. Trotzdem wurden in der Vergangenheit Haushaltspläne aufgestellt und natürlich auch in der Zukunft.

4. Mit der Grundsteuer belasten SPD, Grüne und Bürgernähe/Piraten daher alle Bürger und schonen die Reichen.

Weiterlesen...
 
31. Mai 2015
Bürgerantrag TTIP Freihandelsabkommen

Peter-Ridder-Wilkens-grRede von Peter Ridder-Wilkens, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, auf der Ratssitzung am 28. Mai zum
gemeinsamen Antrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgernähe/Piraten und der Ratsfraktion DIE LINKE/ Ratsfraktion DIE LINKE "Bürgerantrag TTIP Freihandelsabkommen"


Es gilt das gesprochene Wort.

 

 


Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren,


ich war vor 2 Wochen Tango tanzen gegen die Handelsabkommen TTIP, TISA und CETA im Mindener Klinikum. Da haben Vertreter von ver.di, von Attac, die stellvertretende Bürgermeisterin von Minden (SPD) und Astrid Bartols vom DGB gesprochen und sich eindeutig gegen die Handelsabkommen ausgesprochen.

Warum erzähle ich Ihnen das: In Minden haben sich alle Ratsparteien, einschließlich der CDU, für einen inhaltlich ähnlichen Antrag, wie wir ihn heute beschließen werden, ausgesprochen.

Von daher appelliere ich an die CDU, sich unserem Antrag anzuschließen. Zumal die beiden Anträge nicht weit auseinander liegen.

TTIP, TISA und CETA zielen in letzter Konsequenz auf den Ausverkauf der öffentlichen Daseinsvorsorge:

Das sind die Bereiche Energie, Gesundheit, öffentlicher Nahverkehr, Erziehung und Bildung.

Ich frage Sie, warum wurde die Inwertsetzung der Stadt durch die doppische Haushaltsführung bzw. privatwirtschaftlichen Bilanzierung zum Konzern Stadt durch-geführt?

Die Antwort ist ganz einfach: Jetzt kann man sehen, welche Bereiche im städtischen Aufgabenfeld Gewinne und Verluste erzielen.

Bei einer weiteren Unterfinanzierung der Kommunen wird der Schuldenberg anwachsen. Die Stadt muss Aufgaben privatisieren.

Auf der anderen Seite haben wir das Kapital, die Privatinvestoren und die Fonds, die händeringend nach gewinnbringenden Investitionen suchen.

Weiterlesen...
 
31. Mai 2015
Konversion konkret angehen

Barbara-Schmidt-grRede von Barbara Schmidt, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion, auf der Ratssitzung am 28. Mai zum Antrag der LINKEN "Konversion konkret angehen".


Es gilt das gesprochene Wort.

 

Vor ziemlich genau einem Jahr, noch vor den Kommunalwahlen, hat DIE LINKE im Haupt- und Beteiligungsausschuss angefragt, welche Flächen und Liegenschaften in Bielefeld von der britischen Armee genutzt werden und nach dem Abzug voraussichtlich 2019 frei werden.

Es sind immerhin 62 ha Fläche und über 600 Wohnungen, die dann frei werden sollen.

Auch von anderen Parteien wurde damals schon betont, dass es wichtig sei, sich bald auf den Weg zu machen, um diese Liegenschaften für die Stadt nutzbar zu machen. Und dass es ein offener, transparenter, auf Bürgerbeteiligung orientierter Prozess sein soll, in dem diese Flächen entwickelt werden.

Gerade die Nutzung für eine soziale Stadtentwicklung ist uns ein besonderes Anliegen. Und die Rahmenbedingungen sind günstig: Im Koalitionsvertrag von SPD und CDU sind 100 Millionen Euro bereitgestellt, um den Kommunen in Deutschland eine vergünstigte Übernahme von ehemalig militärisch genutzten Flächen zu erleichtern. Befristet bis 2018. Also es drängt!

Inzwischen hat sich die Bürgerinitiative für soziale Stadtentwicklung BISS gegründet, die sich dafür einsetzt, diese Flächen inbesondere dafür zu nutzen, günstigen Wohnraum in Bielefeld zur Verfügung zu stellen. Vor ein paar Tagen meldete die Presse, dass in Bielefeld über 6000 Wohnungen gerade für Menschen mit wenig Geld in der Tasche fehlen.

Wie gesagt: es drängt.

Wir sind deshalb schon sehr verwundert, dass die Verwaltung bisher nahezu untätig gewesen ist.

Weiterlesen...
 
31. Mai 2015
Kein Fracking auf Kosten der Kommunen, des Naturschutzes und der Energiewende

Marlis-Bussmann-gr

Rede von Marlis Bußmann, Ratsfraktion DIE LINKE,
zum gemeinsamer Antrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgernähe/Piraten und der Ratsfraktion DIE LINKE
Kein Fracking auf Kosten der Kommunen, des Naturschutzes


Es gilt das gesprochene Wort.

 

 

 


Meine Damen und Herren! Herr Oberbürgermeister!
Liebe Gäste!

 

Fracking ist eine Gefahr für Mensch und Natur.

Beim Fracking fossiler Brennstoffe werden großen Mengen Frackflüssigkeit in der Untergrund verpresst. Die aus dem Bohrloch anschließend wieder aufsteigende Flüssigkeit ist eine gefährliche Mischung aus Lagerstättenwasser mit radioaktiven Isotopen, Quecksilber und Benzol und Frack-Flüssigkeit mit diversen Additiven.

Die Entsorgung dieser in erheblichen Mengen anfallenden Mischung ist ungeklärt.

Unkontrolliert aufsteigende Frackflüssigkeit verseucht das Grund- und Trinkwasser, sowie Mineralwasser- und Heilquellen durch die Chemikalien der Frackflüssigkeit und die Schadstoffe des Tiefenwassers sowie durch unkontrolliert aufsteigendes Methan.

Weiterhin können geruchsintensive Gase und klimaschädliches Methan in die Luft entweichen.

Aus den genannten Gründen sind etliche Fracking-Gebiete in den USA schon heute praktisch unbewohnbar.

Weiterlesen...
 
31. Mai 2015
Unterstützung der ver.di-Aufwertungskampagne für Sozial- und Erziehungsberufe

Peter Ridder-Wilkens-gr

Peter Ridder-Wilkens, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion, stellte auf der Ratssitzung am 28. Mai den Antrag der LINKEN zur Unterstützung der ver.di-Aufwertungskampagne der MitarbeiterInnen in Sozial- und Erziehungsberufen vor.

 

Es gilt das gesprochene Wort.

 

 


Meine Damen und Herren, Herr Oberbürgermeister,

ganz herzlich möchte ich auch die Gäste, die Eltern und insbesondere die streikenden Erzieherinnen und Erzieher begrüßen. Ich finde es toll, dass Ihr heute hier seid. Das Ihr für Eure Interessen streikt. Das ist gelebte Demokratie. Das sollte uns einen Applaus wert sein.


Meine Damen und Herren,


vorletztes Wochenende haben wir den Aufstieg von Arminia Bielefeld gefeiert. Und wir haben uns mit Stimme und Herz für den Aufstieg des Vereins eingesetzt. Heute sollten unsere Herzen für den Streik der Erzieherinnen schlagen. Unsere Stimmen sollten sich für den Aufstieg der Erzieherinnen und Sozialarbeiter in ein anderes Tarifsystem erheben und sie in ihrem Kampf unterstützen.

 

Ihre Arbeit mit den Kindern ist erstligareif. Bezahlt werden sie aber wie Amateure.

 

Erzieherinnen und Sozialarbeiterinnen leisten heute schwere, anspruchsvolle Arbeit mit Kindern. Sie fördern die frühkindliche Erziehung. Sie leisten kompensatorische Erziehung für Kinder aus armen und schwierigen Familienverhältnissen. Sie erfüllen den Bildungsauftrag in den Kindergärten und Kitas.

 

Soziale Anerkennung, schöne Worte und Sonntagsreden über ihre tolle Arbeit, das reicht den Erzieherinnen nicht mehr. Sie wollen mehr Geld in der Tasche haben. Und diese Forderung ist berechtigt.

 

Dafür streiken sie seit über 2 Wochen und die kommunalen Arbeitgeber haben der Gewerkschaft ver.di noch nicht einmal ein angemessenes Angebot vorgelegt.
Ich denke darin sind wir uns alle einig. Erzieherinnen und Sozialarbeiter müssen besser bezahlt werden.

 

Wir, DIE LINKE, sind solidarisch mit den Erzieherinnen und Sozialarbeiterinnen und unterstützen den Streik uneingeschränkt.

 

Der Streik der ErzieherInnen hat aber auch eine politische Dimension und damit symbolische Bedeutung.

Weiterlesen...
 
29. April 2015
Städtischer Haushalt 2015

Rede von Barbara Schmidt zur Verabschiedung des
Städtischen Haushaltes am 23.4.2015


Barbara-Schmidt-grMeine Damen und Herren,

„Der Kampf um die Millionäre von Bielefeld" titelte Die Welt im Juni 2011. „In keiner anderen deutschen Großstadt kämpfen so viele Banken auf so engem Raum um die Gunst der Millionäre wie in Bielefeld." ... „Ausgerechnet in dieser Stadt mit ihren 325 000 Einwohnern haben viele der edelsten Bankadressen des Landes eine Niederlassung. ...leidenschaftlich wird der Kampf um das Geld der Reichen geführt ..."


Wie gesagt, es war Die Welt, die sehr detailliert die Welt des großen Geldes in Bielefeld beschrieb. Der Autor des Artikels erwähnte aber auch damals schon die Schlaglöcher in den Straßen der Stadt.

Ja, Bielefeld ist ein Tummelplatz für Reiche.

Diese Reichen und ihr Geld sind für fast alle Bielefelder Parteien ein Tabu: Sie sehen ganz gezielt NICHT hin. Denn wenn Sie hinsehen würden könnte es ihnen ja aufgehen, dass es in dieser Stadt genug Geld gibt.

Klaus, der Geiger – ein bekannter Köllner Straßenmusiker - sagte einmal: unsereiner braucht Geld zum Leben - die anderen brauchen Geld für Macht. Mir scheint, als ob auch hier in Bielefeld die mit dem Geld verbundene Macht erreicht, dass das große Geld selbst zum Tabu für Politik wird. Und reihenweise tasten demokratische Parteien dieses Tabu nicht an.

Aber Bielefeld hat auch die andere Seite: 37.000 Menschen leben hier in Bedarfsgemeinschaften - mit steigender Tendenz. Viele von ihnen sind Aufstocker, das heißt, sie sind arm obwohl sie arbeiten, zum Teil in Vollzeit. Jedes 4. Bielefelder Kind wächst in Armut auf und damit in einem Teufelskreis. Der aktuelle Bildungsbericht zeigt anschaulich die lebenslangen Folgen. Gerade für diese Menschen sind die Stadt und ihre Dienstleistungsstrukturen unverzichtbar.


Seit 10 Jahren sind die angemessenen Kosten der Unterkunft nicht erhöht worden, obwohl die Mieten überall gestiegen sind. Auch der Wohnungsmarktbericht der Stadt gesteht ein, dass es immer weniger günstigen Wohnungen gibt. Seit Jahren ist bekannt, dass viele Menschen einen Teil ihrer Grundsicherung, die ihnen zum Lebensunterhalt dienen soll, für Miete ausgeben. So wird in Bielefeld praktisch der Hartz IV-Regelsatz gekürzt, um den städtischen Haushalt zu sanieren. Auch die Paprika-Koalition will das nicht ändern! Wir fordern, dass umgehend die notwendigen Kosten ermittelt und die angemessenen Mieten bezahlt werden.

Meine Damen und Herren,

Hier soll heute ein Haushalt verabschiedet werden mit über 80 Millionen Euro Defizit. Privater Reichtum und öffentliche Armut kennzeichnen unsere Stadt. Das Programm der neuen Koalition finden wir auch im Haushaltsbegleitbeschluss: Das riesige Defizit soll gedeckt werden aus Mieten und Grundbesitz, durch die Belastung von Eltern, durch Streichung von Leistungen, Senkung von Leistungsstandards, Abbau öffentlicher Infrastruktur und Personalabbau. Für uns heißt das, die soziale Schieflage in der Stadt wird weiter vorangetrieben.

Einen großen Teil der Konsolidierung will die die Koalition aus der Streichung von 100 Stellen erreichen. Auf der Personalversammlung der Stadt in der Stadthalle haben die Beschäftigten dem Oberbürgermeister gezeigt, was sie davon halten: dieser Stellenabbau ist nicht akzeptabel. Wenn Stellen gestrichen werden müssen auch die Aufgaben wirklich wegfallen.

Wir unterstützen die Kritik der Beschäftigten. Schon seit Jahren müssen sie die gleiche und immer mehr Arbeit mit immer weniger Personal erledigen.

Sehen wir uns einige der geplanten Stellenstreichungen an:

Weiterlesen...
 
14. März 2015
Glücks-Debatte im Bielefelder Rat

Glück ist von sozialer Gerechtigkeit abhängig

Peter-Ridder-Wilkens-grRede von Peter Ridder-Wilkens, Fraktion DIE LINKE Bielefeld, zur Anfrage der Gruppe „Bürgernähe/Piraten" nach der Erhebung eines Glücksindexes für Bielefeld.

Hinweis: Die sogenannte „Paprika Koalition" unter der Beteiligung von Piraten/Bürgernähe hat im Koalitionsvertrag erneuten deutlichen Stellenabbau in der Verwaltung, Erhöhung von Kita-Gebühren, Leistungsabbau für Bürger*Innen und Erhöhung der Grundsteuer beschlossen. Ob hierdurch der allgemeine Glücksindex in Bielefeld steigt darf bezweifelt werden.

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

als ich die Anfrage von Bürgernähe und Piraten gelesen habe, dachte ich mir: Na ja, der Herr Gugat ist eine Neuling in der Politik, der kennt sich noch nicht so aus, aber er und Herr Heißenberg sind so glücklich über die Koalitionsvereinbarung mit SPD und Grünen, dass sie die Bielefelder Bevölkerung an ihrem Glück beteiligen wollen. Sie wünschen sich die Implementierung einer Glücksforschung in der Verwaltung, natürlich als Querschnittsaufgabe, aber kosten- und personalneutral.

Als Nebeneffekt geht die Fehlquote der Verwaltungsmitarbeiter zurück. Diese sehen wieder mehr Sinn in ihrer Tätigkeit die Bielefelder Bevölkerung glücklich zu machen.
Die Verwaltungsvorlagen, die wir bekommen, beinhalten neben den üblichen Beschluss Vorschlägen den obligatorischen Glücksindexparagraf, natürlich in roter Schrift.
Dort steht dann: Nach dem derzeitigen Stand der Bielefelder Glücksforschung wird die Bielefelder Bevölkerung glücklicher werden, wenn Sie sich so und so entscheiden.
Wir Linken werden uns wahrscheinlich für Glücksindexparagrafen aussprechen und sie werden sich den Sachzwängen beugen. Aber eins ist sicher. Es wird zu keiner Veränderung der Politik führen.

Ich sehe schon, dieses Szenario macht sie nicht glücklich. Mit dem Glück ist ja auch etwas komplizierter.

Weiterlesen...
 
08. Mai 2014
Stadtwerke Bielefeld

Aufklärung der Vorgänge um die Vergütung des Betriebsratsvorsitzenden der Stadtwerke Bielefeld


Rede von Onur Ocak, zum Antrag 7371 auf der Ratssitzung am 8. Mai 2014

 

Onur Ocak-grSehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine Damen und Herren,

nach reiflicher Überlegung bringen wir das Thema um die Bezüge des Betriebsratsvorsitzenden unserer Stadtwerke in den Rat. Eigentlich hätten wir auch keine wesentlichen Bedenken gehabt, wenn dieses Thema an Ort und Stelle, nämlich im Aufsichtsrat, umfassend und transparent geklärt worden wäre.

Die Ablehnung einer Sondersitzung zu diesem Thema hat jedoch ziemlich deutlich gezeigt, dass entweder kein Bedarf oder kein Wille an Aufklärung besteht. Dadurch sind wir gezwungen worden, den Weg über den Rat zu gehen!

Ich skizziere noch einmal grob den uns bekannten Ablauf.
• Durch einen anonymen Hinweis wurde das Gehalt des Betriebsratsvorsitzenden der Stadtwerke der Öffentlichkeit bekannt.
• Die Geschäftsführung begründete dies mit dem „üblichen betrieblichen" Aufstieg.
• Als diese Version unglaubhafter wurde, tauschte die Geschäftsführung die Begründung aus und begründete nun das hohe Gehalt des Betriebsratsvorsitzenden damit, dass dieser sich in einem Tochter-unternehmen beworben habe, bzw. ihm die Stelle sogar auf Grund seiner überragenden Qualifikation von selbst angeboten worden sei und das neue Gehalt sich nach der Vergütung dieser abgelehnten Stelle zu richten habe.
• Erst durch das weitere Nachharken seitens der Politik und unserem Vertreter im Aufsichtsrat, fühlte sich die Geschäftsführung gezwungen zu handeln, hat selbst ein Gutachten in Auftrag gegeben und dann eine sog. „Ehrenerklärung" verabschieden lassen.

An dieser Ehrenerklärung bestehen jedoch erhebliche Zweifel, die auch in der Presse kommuniziert wurden. Demnach soll es sich eben nicht um eine Ehrenerklärung gehandelt haben, sondern lediglich um eine Feststellung des Sachverhaltes.

Meine Damen und Herren,
wenn für Sie die Sache nun damit erledigt ist, sind Sie entweder naiv oder bewusst unwillig, weitere Aufklärung zu betreiben.
Man kann diesen Ablauf doch kaum glauben. Die Geschäftsführung bestellt ein Gutachten, das dann überraschender Weise bescheinigt,

Weiterlesen...
 
08. Mai 2014
Kosten der Unterkunft

Rechtswidrig zu wenig gezahlte Kosten der Unterkunft (KdU)

Rede von Dr Dirk Schmitz zum Antrag 7369 auf der Ratssitzung am 8. Mai 2014

Dr.Dirk Schmitz-grSehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine Damen und Herren,


DIE LINKE kritisiert seit langem die zu niedrigen Beträge, die für die Kosten der Unterkunft vom Jobcenter bzw. der Stadt maximal übernommen werden. Es geht um die Mieten für Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger, sowie bei Grundsicherung im Alter. Seit dem Jahr 2005 gilt der alte Wert von 4,64 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche Kaltmiete.


Im Sozial- und Gesundheitsausschuss haben wir in diesem Jahr zwei Anfragen gestellt. Wir haben mit Zahlen aus den offiziellen Bielefelder Wohnungs-marktberichten belegt, wie problematisch inzwischen der Wohnungsmarkt in diesem Preissegment ist.


So gab es im Jahr 2010 noch 1.200 Angebote im Preissegment von bis zu 245,92 Euro – also für Einpersonenhaushalte. Im Jahr 2013 gab es nur noch 380 Angebote. Heute ist der Wohnungsmarkt im unteren Preissegment faktisch zum Erliegen gekommen.
Auf die Frage, ob die Verwaltung die Beträge für die Übernahme der Kosten der Unterkunft kurzfristig erhöhen wird, gab es eine recht kurze Antwort: „Nein."


Bei einer anderen Anfrage im Sozial- und Gesundheitsausschuss kam dann heraus,

Weiterlesen...
 

Termine

NOEVENTS

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Kontakt


DIE LINKE. Ratsfraktion Bielefeld
Niederwall 25
33602 Bielefeld

Telefon: 0521-515080
die.linke@bielefeld.de