31. Mai 2015
Kein Fracking auf Kosten der Kommunen, des Naturschutzes und der Energiewende

Marlis-Bussmann-gr

Rede von Marlis Bußmann, Ratsfraktion DIE LINKE,
zum gemeinsamer Antrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgernähe/Piraten und der Ratsfraktion DIE LINKE
Kein Fracking auf Kosten der Kommunen, des Naturschutzes


Es gilt das gesprochene Wort.

 

 

 


Meine Damen und Herren! Herr Oberbürgermeister!
Liebe Gäste!

 

Fracking ist eine Gefahr für Mensch und Natur.

Beim Fracking fossiler Brennstoffe werden großen Mengen Frackflüssigkeit in der Untergrund verpresst. Die aus dem Bohrloch anschließend wieder aufsteigende Flüssigkeit ist eine gefährliche Mischung aus Lagerstättenwasser mit radioaktiven Isotopen, Quecksilber und Benzol und Frack-Flüssigkeit mit diversen Additiven.

Die Entsorgung dieser in erheblichen Mengen anfallenden Mischung ist ungeklärt.

Unkontrolliert aufsteigende Frackflüssigkeit verseucht das Grund- und Trinkwasser, sowie Mineralwasser- und Heilquellen durch die Chemikalien der Frackflüssigkeit und die Schadstoffe des Tiefenwassers sowie durch unkontrolliert aufsteigendes Methan.

Weiterhin können geruchsintensive Gase und klimaschädliches Methan in die Luft entweichen.

Aus den genannten Gründen sind etliche Fracking-Gebiete in den USA schon heute praktisch unbewohnbar.

 

Dass die beim Fracking praktizierte Verpressung von Lagerstättenwasser in den Untergrund Erdbeben hervorrufen kann, ist jüngst in den USA wissenschaftlich nachgewiesen worden.

Die langfristigen Auswirkungen des Fracking, also was in größeren Zeiträumen passiert, ist noch gänzlich unbekannt.

Im laufenden Betrieb entsteht bei den häufigen Bohrarbeiten erheblicher Lärm, starker LKW-Verkehr und Flächenverbrauch.

Sind die Lagerstätten nach einigen Jahren erschöpft, ziehen die Betreiber der Anlagen weiter. Und Kommunen bleiben mit den Hinterlassenschaften und Langfristschäden, die teils erst nach Jahren auftreten, zurück.

Demgegenüber sind erneuerbare Energien die bessere Alternative, sie haben nachhaltigen Nutzen und sind zudem klimaneutral.

Daher macht es Sinn, dass sich die Stadt Bielefeld gegen Fracking ausspricht und im Zusammenschluss mit anderen Kommunen für ein generelles Fracking-Verbot in Deutschland eintritt.

Weitersagen

Termine

NOEVENTS

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Kontakt


DIE LINKE. Ratsfraktion Bielefeld
Niederwall 25
33602 Bielefeld

Telefon: 0521-515080
die.linke@bielefeld.de