21. Oktober 2014
Textilindustrie: Arbeitsbedingungen verbessern

Zur Schließung des Produktionsstandortes Windsor Bielefeld der Holy Fashion Group

Barbara Schmidt, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der LINKEN, bedauert die weitere Produktionsverlagerung von Windsor in die Schweiz.

Barbara-Schmidt-grDer Personalabbau, der bei dieser traditionsreichen Firma in den letzten Jahren stattgefunden hat, zeigt aber auch, dass es nur der vorläufige Abschluss einer langen Entwicklung ist.

Aktuell wird darüber berichtet, dass Verhandlungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Indien und Bangladesch gescheitert sind. Die deutschen Unternehmen, die dort unter katastrophalen Arbeitsbedingungen produzieren lassen, erklären sich für nicht verantwortlich. Sie setzen darauf, dass billig auch weiter Trumpf ist, selbst wenn es Leben und Gesundheit der Menschen kostet, die dort arbeiten. Wir sehen einen engen Zusammenhang zwischen dieser Haltung und dem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen in der Bielefelder Textilindustrie.

DIE LINKE fordert von den Textilunternehmern die Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Erhöhung von Löhnen in den Produzentenländern. Die Politik darf nicht mehr weggucken, wenn es um die Verletzung der grundlegenden internationalen Arbeitsnormen geht. Wenn es gelänge, die Arbeitsbedingungen von Textilbeschäftigten in den heutigen Produktionsländern zu verbessern, wäre der Abbau von Arbeitsplätzen hier auch nicht mehr so attraktiv für die Unternehmen.


Dazu Niema Movassat, MdB DIE LINKE

Hier: Textilherstellung - Sklavenartige Arbeitsbedingungen und kein Ende in Sicht

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