11. März 2015
Strothbachwald erhalten!

DIE LINKE weist Erpressungsversuch der Kommune durch Wahl & Co. zurück

Barbara-Schmidt-gr„Wir sind allen Bürgern verpflichtet und daher auch für eine saubere und gesunde Umwelt zuständig" so Barbara Schmidt, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bielefelder Stadtrat, „umso mehr halte ich es für eine besondere Dreistigkeit, den Naturschutz gegen den Erhalt von Arbeitsplätzen auszuspielen." Die Besonderheit des Strothbachwaldes ist dem Unternehmen Wahl & Co. seit vielen Jahren bekannt. Das jetzt damit gedroht wird, wenn die Stadt die in ihrem Eigentum befindliche Fläche des Strothbachwaldes nicht an Wahl & Co. verkaufe, müsse man den Standort mit seinen 300 Arbeitsplätzen verlassen, ist nicht hinnehmbar.

In seinem „Brandbrief" weist das Unternehmen darauf hin, dass „Wald kein knappes Gut sei" und die „Waldfläche jährlich um ca. 3000 ha wächst". Das sind aber nur 0,4 % Wachstum und es wird dabei vollkommen ausgeklammert, dass damit nur teilweise Verluste (u.a. durch Borkenkäfer, Orkan Kyrill) der vergangenen Jahrzehnte ausgeglichen werden. Der Brief verliert kein Wort über die wertvolle Flora und Fauna. Es wird auch ausgeklammert, dass heute bereits 12 % der Fläche der Bundesrepublik für den Verkehr genutzt wird, Tendenz noch immer steigend – es sei nur an die Diskussion um den 8spurigen Ausbau der A 2 erinnert.


„Das nun durch Preisgabe eines Naturschutzgebietes ausgerechnet der klimaschädliche Straßengüterverkehr gestärkt werden soll, ist nicht tolerabel, " so Barbara Schmidt weiter. Während andere Speditionen immerhin versuchen, einen Teil ihrer Gütertransporte auf der Schiene abzuwickeln, hat sich das Unternehmen Wahl & Co. dieser umweltfreundlicheren Alternative bisher eher verschlossen.

Da es nicht nur um den Naturschutz geht, sondern auch um den Verkauf des Grundstücks „Strothbachwald", handelt es sich nach Auffassung von Ralf Formanski (Bild) , Bezirksvertreter der LINKEN in Sennestadt, möglicherweise um den Tatbestand einer Erpressung. „Den Verkauf des Grundstücks mit der Drohung des Weggangs und des Verlustes von Arbeitsplätzen direkt zu verbinden, ist zumindestens politisch eine Erpressung", so Formanski weiter, „das ist aber auch eine Ohrfeige für jeden Unternehmer, der sich mit hohem Aufwand um den Schutz der Umwelt bemüht." Rechtlich muss die Stadt ein Grundstück dem Höchstbietenden verkaufen – bei der finanziellen Situation unabdingbar. Vielleicht taucht dann ein Mitbewerber auf, wie im Wilhelmstraßenquartier seinerzeit ECE, der das Grundstück erwerben möchte oder die Naturschutzverbände greifen zu?

Die Situation um Wahl & Co. ist eine Besonderheit. DIE LINKE bekennt sich ausdrücklich dazu, dass es auch für eine Großstadt wie Bielefeld unabdingbar für die Zukunftsgestaltung ist, um angemessen bezahlte und qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zu kämpfen. Die Zustimmung zum Gewerbegebiet Hellfeld macht dies deutlich. DIE LINKE fordert Wahl & Co. auf, in angemessener Weise sich mit WEGE und Stadtverwaltung an einen Tisch zu setzen – oder ist die Entscheidung zum Weggang bereits gefallen?

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