24. März 2015
ECE und Weggang der Galeria Kaufhof

ECE – hinter dem Glanz auch Schatten – Qualität der Arbeitsplätze leidet

Bernd-Vollmer-grDIE LINKE sieht ihre Befürchtungen mit dem Weggang der Galeria Kaufhof bestätigt. In dem bei vielen Bielefeldern beliebten vorletzten Kaufhaus gab es bisher 126 für den Einzelhandel einigermaßen fair bezahlte Arbeitsplätze. Diese dürften mit dem Einzug der Filialisten in der Glanzfassade von ECE verloren sein. Zwar sollen dort 600 Arbeitsplätze entstehen, diese dürften aber – wie bei vielen Filialisten üblich – eher im Bereich der sogenannten Minijobs liegen. Außerdem hatte ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Einzelhandelsgutachten bereits vor einiger Zeit festgestellt, die möglichen Umsätze bei ECE kommen aus dem gesamten Stadtgebiet, was weitere Jobverluste nach sich zieht. Ergo wird das neue ECE-Center sowohl für betroffene Arbeitnehmer als auch für die städtischen Finanzen keinen Glanz verbreiten.

Qualitativ hochwertige Jobs sind im Einzelhandel eher selten.

Dass führt dann auch für die städtischen Finanzen zu einer zusätzlichen Doppelbelastung. Weniger Einkommenssteuer durch den Wegfall der Galeria-Kaufhof-Arbeitsplätze und weiterer im Stadtgebiet führt auch zu niedrigeren Zahlungen aus Berlin. Die Zahl von möglichen weiteren Hartz-IV-Aufstockern durch zukünftige ehemalige Galeria-Kaufhof-Mitarbeiter als Minijobber belastet zusätzlich die städtischen Finanzen.

Auch bei der Gewerbesteuer gibt es durch ECE keine neuen Zuflüsse – die bleiben in Hamburg in der Firmenzentrale. Die bekannten an die Umsätze gekoppelten Mieten führen nicht nur zum Weggang der Galeria Kaufhof, sondern auch zu niedrigeren Gewerbesteuerzahlungen. ECE schöpft durch sein Mietsystem die Gewinne der neuen Shop-Mieter ab, die Gewerbesteuerzahlungen an die Stadt sind geringer oder fallen ganz weg. Der vorausgesagte Attraktivitätszuwachs der City zeigt bereits jetzt seine Schattenseiten.

Foto: Bernd Vollmer

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