26. August 2016
DIE LINKE begrüßt die Umbenennung der Kaselowskystraße und die Überarbeitung der Gedenktafel in der Kunsthalle

Kaselowsky„Es ist erfreulich zu sehen, dass sich bei diesem Thema endlich etwas bewegt", erklärt Barbara Schmidt, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Stadtrat.

Bereits im Mai 2014 hat DIE LINKE im Rat einen Antrag zur Umbenennung der Kaselowskystraße in Hochstraße gestellt. „Mit der jetzt beabsichtigten Streichung des Namens Kaselowsky aus dem öffentlichen Raum darf aber nicht die dazugehörige Geschichte entsorgt werden. Fast 50 Jahre haben die politischen Mehrheiten in Bielefeld Nazis geehrt, um der Familie Oetker zu dienen."

Noch im August 2001 beschloss der Rat auf Wunsch der Familie Oetker, die Hochstraße in Kaselowskystraße umzubenennen. Richard Kaselowsky, Stiefvater des 2007 verstorbenen Rudolf-August Oetker, war ein überzeugter Nazi und Mitglied des Freundeskreises Reichsführer SS Heinrich Himmler. Unter seiner Leitung wurde die Firma Oetker von Adolf Hitler mit dem Prädikat „Nationalistischer Musterbetrieb" ausgezeichnet.

Nach der historischen Aufarbeitung der Familiengeschichte Kaselowsky/Oetker ist es an der Zeit, dass sich auch die Stadt ihrer Geschichte und den getroffenen Entscheidungen zu Richard Kaselowsky stellt.


2007 hatte DIE LINKE eine Dokumentation zur Geschichte der Benennung der Kunsthalle und der Hochstraße – wo Richard Kaselowsky wohnte und 1944 bei einem Bombenangriff ums Leben kam - erstellt.
Schon damals schrieben wir: „Eine Straße nach einem Menschen zu benennen, heißt ihn zu ehren. Die Ehrung eines aktiven Nationalsozialisten im heutigen Bielefeld ist unerträglich. Es ist eine offene Wunde, die wir nicht vergessen dürfen, wenn wir es mit der Aufarbeitung von Geschichte und der Bewältigung von Vergangenheit als Richtschnur für zukünftiges Handeln ernst meinen."

Ein fast 50 Jahre währender Kampf gegen die öffentliche Ehrung des Nazis Richard Kaselowsky wird erfolgreich nun beendet. „Unsere Forderung, die Umbenennung der Kaselowskystraße, ist damit erreicht. Die Aufarbeitung der Stadtgeschichte ist damit aber längst nicht abgeschlossen", so Peter Ridder-Wilkens, Ratsmitglied der LINKEN und Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Mitte.

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