24. Mai 2017
LINKE fordert Sondervermögen für sozialen Wohnungsbau

Peter-Ridder-Wilkens-grDer Wohnungsmarkt im unteren Segment der Mieten ist immer angespannter. Es gibt keine billigen Wohnungen mehr in Bielefeld. Dies ist allen beteiligten Akteuren am Wohnungsmarkt bekannt. Doch es wird zu wenig dagegen unternommen. Deshalb muss die Stadt Bielefeld als Garant der öffentlichen Daseinsvorsorge als eigenständiger Akteur auftreten und Sozialwohnungen bauen.

Nach dem letzten Wohnungsmarktbericht 2016 lag die Leerstandsquote bei Wohnung bei 0,1 Prozent. Um überhaupt von einem funktionsfähigen Markt zu reden, so Peter Ridder-Wilkens, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat, müsste die Leerstandsquote bei mindestens 2-3 Prozent liegen.

Die Bemühungen des Baudezernenten Moos, mit der Gründung der Solion GmbH der Wohnungsnot entgegen zu steuern, erkennen wir an. Bei diesem Programm werden Sozialwohnungen für Flüchtlinge gebaut, weil es dort aktuell die besten Förderkonditionen gibt. Diese Maßnahme ist richtig. Aber es reicht bei weitem nicht aus, die Wohnungsnot für Aleinerziehende mit Kindern, junge Familien, bei Hartz IV und Grundsicherungsbeziehern zu beheben. Gerade im unteren Preissegment gibt es keine Wohnungen mehr.

Um der Lösung des Problems näher zu kommen brauchen wir mehr Anstrengungen von Seiten der Stadt und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft BGW. „Es wird viel zu wenig getan", so Peter Ridder-Wilkens. „Beim Unterschriftensammeln für den Einwohnerantrag zu bezahlbarem Wohnen wurden wir immer wieder angesprochen, ob wir nicht helfen könnten bei der Wohnungssuche."

Wir fordern die Stadt und die Parteien auf, über die Bildung eines Sondervermögens für den sozialen Wohnungsbau nachzudenken.

„Dieses Sondervermögen könnte aus dem Verkauf von Immobilien und Grundstücken des ISB gebildet werden" so Peter Ridder-Wilkens. „Seit Jahren überweist der ISB Gewinne an den städtischen Haushalt. Aus der BGW kommen gleichfalls Gewinne. Diese Gelder sollten über die Solion, 100prozentige Tochter der Stadt Bielefeld, genutzt werden, damit die Stadt in Eigenregie Sozialwohnungen bauen kann."

Dazu soll die Verwaltung Vorschläge entwickeln. Einen entsprechenden Antrag hat Die LINKE zur nächsten Ratssitzung am 1. Juni eingebracht.

 

Anlage:
Antrag der LINKEN zur Ratssitzung

Weitersagen

Termine

NOEVENTS

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Kontakt


DIE LINKE. Ratsfraktion Bielefeld
Niederwall 25
33602 Bielefeld

Telefon: 0521-515080
die.linke@bielefeld.de