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08. November 2017
Schulentwicklungsplan statt Untätigkeit

Bielefeld braucht dringend mindestens eine neue Gesamtschule

Barbara-Schmidt-grIm Bielefelder Schulsystem stapeln sich die Probleme: Die Schülerzahlen steigen; viele Schulen platzen schon jetzt aus allen Nähten; geplant ist die Verringerung von zwei Zügen in der Gesamtschule Schildesche. Perspektivisch fehlen im Bereich der Sekundarstufe 1 (der 5. bis 10. Klasse) ganze sieben Züge. Und es ist nicht ersichtlich, wie diese Lücken geschlossen werden sollen.

Die Beschlussvorlagen der Verwaltung sehen lediglich die Umwandlung von bestehenden Schulformen vor. Dadurch werden keine neuen Schulplätze geschaffen. Es ist keine Lösung für bestehende Schulprobleme.

„Bielefeld braucht dringend eine Ausweitung des Schulangebotes und eine wirkliche Perspektive für längeres gemeinsames Lernen", betont Barbara Schmidt, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Rat.

 

„Die einzige Schulform, die dies zur Zeit ansatzweise realisiert sind die Gesamtschulen. Sie sind die einzigen Schulen, mit denen die soziale Spaltung im Bildungssektor nachweislich reduziert werden kann. Und eine solche Schule steht nirgendwo bei den anderen politischen Parteien und in der Verwaltung auf der Tagesordnung. Es gibt auch konkrete Möglichkeiten, eine solche Schule kurzfristig einzurichten, wenn man die Gebäude der ehemaligen FH in der Wilhelm Bertelsmann Straße nutzen würde. "

Schmidt weiter: „Wir fordern die Bielefelder Schulverwaltung unter Dezernent Witthaus auf, endlich eine Schulentwicklungsplanung einzuleiten, die den Namen verdient. Es widerspricht den gesetzlichen Vorgaben, wenn die Stadt - und dann noch in einer so kritischen Schulsituation - einfach untätig bleibt. Wir werden auf jeden Fall weiter bohren und die Forderung nach mindestens einer neuen Gesamtschule auf die Tagesordnung setzen."


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