18. September 2011
Wo „Sozialticket“ drauf steht, sollte soziale Sicherheit drin sein!

r02__dirk schmitz 02Ermäßigte Monatstickets für Bus und Bahn gibt es für BesitzerInnen des Bielefeld Passes ab 1. Dezember 2011. Doch was der Sozial- und Gesundheitsausschuss in der letzten Woche als Sozialticket beschlossen hat, kostet 36,40 € und bei Nutzung nach 9 Uhr immer noch 24,90 € monatlich. „Von dem im ALG II Regelsatz enthaltenen Betrag für den Nahbereich können sich Betroffene gerade mal ein halbes Ticket kaufen," stellt Dirk Schmitz, Ratsmitglied der LINKEN (Bild), fest „ein wirkliches Sozialticket dürfte nicht mehr als 15 € kosten."


Schon 2004 haben NutzerInnen einer Rabatt-Regelung in Bielefeld erfahren müssen, wie schnell „ein Schritt in die richtige Richtung" wieder verschwinden kann. Auch diesmal ist klar, was passiert, wenn die Zuschüsse aus NRW nicht mehr fließen.

Im Sinne der Daseinsvorsorge soll der öffentliche Nahverkehr das Grundrecht auf Mobilität sichern. Für alle BürgerInnen. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben braucht mehr als eine Rabatt-Regelung!


Um ein Sozialticket langfristig zu sichern, fordert DIE LINKE eine wissenschaftliche Begleitung und „neutrale" Auswertung der Erfahrungen. Die wichtigste Voraussetzungen aber ist und bleibt ein wirklich bezahlbares Ticket, dass die Bezeichnung SOZIAL mit Recht trägt und so erst erfolgreich werden kann.

hier: Für ein landeweites Sozialticket

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