Neue P+R Plätze keine schnelle Lösung

Der Bielefelder Baudezernent fordert Park & Ride-Parkplätze an allen Endstationen des Stadtbahnnetzes. DIE LINKE weist auf einen grundsätzlichen Mangel im Stadtbahnsystem hin. „Die Stadtbahnlinien führen nicht ins Umland“, so Bernd Vollmer, sachkundiger Bürger im Stadtentwicklungsausschuss.

„Außerdem liegen die Endpunkte entweder komplett im bebauten Gebiet oder abseits der Hauptverkehrsstraßen.“ Nach Auffassung der LINKEN ist es notwendig, die Stadtbahnlinien an den Endpunkten erst einmal P+R fähig zu machen, was eine Verlängerung der Strecken bedeutet. „Sinnvolle P+R Anlagen müssen weit genug außerhalb der bebauten Kernstadt liegen, um ihre Wirkung zu entfalten“ so Vollmer weiter. „Die geplante Stadtbahn nach Sennestadt bietet an zum Beispiel an der A2 eine entsprechende Möglichkeit.“

Aktuell sind lediglich die P+R-Flächen in Senne und in Milse als echte Alternative zur Fahrt mit dem Auto nutzbar. An den anderen Endpunkten sind entweder keine Parkplätze vorhanden (Altenhagen, Lohmannshof, Stieghorst, Schildesche) oder viel zu klein (Babenhausen Süd, Sieker).

Deshalb fordert DIE LINKE, die Stadtbahnlinien konsequent zu verlängern: und zwar so weit, daß ihre Nutzung aus dem Umland auch praktikabel ist. Dazu gehört auch die angedachte Verlängerung in Richtung Hillegossen. Allerdings sollte diese dann bis Ubbedissen an den Stadtrand führen. Hier kann man Autonutzern aus Richtung Lippe eine bequeme Fahrt mit der Stadtbahn in die Innenstadt anbieten.
Der Fehler der Aufgabe der Stadtbahnplanungen in Richtung Jöllenbeck und in Richtung Osten muß korrigiert werden und deren Planung zeitnah und konsequent umgesetzt werden. Die Stadt sollte ein P+R Angebot schaffen, das eine attraktive Alternative zur Nutzung mit dem Auto darstellt.

Foto:
Babenhausen Süd - winzig kleiner Park & Ride-Parkplatz, zudem teilweise von Cambio CarSharing belegt