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Bielefeld setzt Zeichen für vielfältige und starke Kultur

Am 4. März kamen viele Bielefelder*innen zusammen, um gegen die AfD an der Spitze des Kulturausschusses zu protestieren. Denn es geht um weit mehr als einen Ausschusssitz: Es geht darum, wer in unserer Stadt mitbestimmt, was Kultur bedeutet und wer Zugang dazu hat. Wenn rechte Akteure Kulturpolitik leiten, gefährdet das die Grundlagen einer demokratischen Kulturlandschaft.

Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, wohin das führt: In Cottbus wurden freien Theatergruppen Mittel gestrichen, weil sie „zu kritisch“ waren. In Sachsen-Anhalt gerieten Projekte politischer Bildung unter Druck. In mehreren ostdeutschen Kommunen wurden Jugendzentren, queere Initiativen und migrantische Kulturvereine diffamiert oder finanziell ausgehungert. Das Muster ist klar: Kritische Kultur wird bekämpft, Vielfalt als Gefahr dargestellt und Kulturlandschaften verarmen.

Dabei wissen wir: Städte mit vielfältiger, frei zugänglicher Kultur sind demokratischer, sozialer und widerstandsfähiger. Kultur ist ein Schutzraum der Demokratie, ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Freude. Und wer Kultur angreift, greift die Demokratie an.

Jetzt müssen wir gemeinsam handeln, um rechten Einfluss auf Bielefelds Kulturszene zu verhindern. Dass über zwei Drittel des Rates Widerspruch gegen die Besetzung des Vorsitzes eingelegt haben, ist ein erfreuliches Signal! Unabhängig vom Ausgang gilt: Bielefelds Kultur bleibt vielfältig, weltoffen und bunt.

Bielefeld braucht eine Kulturpolitik, die allen Menschen Zugang ermöglicht - unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Wohnort. Für Kultur, die Vielfalt zeigt, Integration stärkt, Widerspruch zulässt und von unten wächst.

Die freie Szene in Bielefeld lebt von migrantischen Initiativen, queeren Räumen, selbstverwalteten Zentren, kleinen Bühnen und Projekten, die auf Teilhabe statt Profit setzen. Sie braucht politischen Schutz und solidarischen Einsatz.

Rechte dürfen nicht über Kultur bestimmen – weder über Inhalte noch über Finanzierung oder Zukunft. Wenn sie es versuchen, werden sie auf Widerstand stoßen. Wir werden die Kulturszene, Kunstsschaffende und ihre Räume gemeinsam verteidigen!

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