Klosterplatz-Toilette bleibt ohne Zeitplan – Ablehnung unseres Änderungsantrags ist ein Ärgernis für alle Bielefelder:innen
Trotz Ratsbeschluss für bessere Toilettenversorgung: Für den Klosterplatz sollen nur Leitungen verlegt werden, 120.000 Euro sollen offenbar eingespart werden. Die Fraktion Die Linke kritisiert, dass ihr Änderungsantrag zur Toilette auf dem Klosterplatz am 10.09. in der Bezirksvertretung (BV) Mitte abgelehnt wurde (Drucks.-Nr. 1980/2025-2030). Bei der Neugestaltung des Klosterplatzes sollen zunächst lediglich die Leitungen für eine spätere Toilettenanlage verlegt werden. Wann und ob die Toilette tatsächlich kommen soll, ist völlig offen. Für weitere öffentliche WCs waren 120.000 Euro vorgesehen, die im Zuge der Sparmaßnahmen nun offenbar gestrichen werden sollen.
„Der Klosterplatz wird neu gestaltet. Hier sollte die Gelegenheit genutzt werden, in einem Bauschritt auch eine öffentlich zugängliche Toilette aufzustellen", erklärt Benni Stiesch, Vorsitzender der Fraktion Die Linke in der Bezirksvertretung Mitte. „Diese Chance haben die anderen Fraktionen in der BV Mitte im wahrsten Sinne des Wortes verbaut. Dabei ist der Bau von Toiletten keine Kür, sondern Pflicht im Programm der Stadt."
Die Linke verweist auf den Ratsbeschluss vom Dezember 2025 (Drucks.-Nr. 0136/2025-2030). Dieser sieht vor, die Versorgung mit öffentlichen Toiletten in der Innenstadt zu verbessern. Besonders wichtig ist der Fraktion die Barrierefreiheit: Für Rollstuhlnutzer:innen, ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern und Menschen mit chronischen Erkrankungen ist eine öffentliche Toilette keine Komfortfrage, sondern Voraussetzung für Teilhabe im öffentlichen Raum. Freiwillige Angebote in der Gastronomie („Nette Toilette") können das nicht ersetzen, weil sie nicht flächendeckend vorhanden und zum Teil nicht barrierefrei zugänglich sind.
„Wir fordern die anderen Parteien im Rat und in der BV Mitte auf, ihrem Beschluss treu zu bleiben, vorhandene Mittel für den Bau der Toilette auf dem Klosterplatz zu nutzen und die Stadt nicht tot zu sparen", so Stiesch.

