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Wir haben Platz! Menschen aus der Gefahrenzone an der polnisch-belarussischen Grenze holen

Geplante Rede vom Meike Taeubig zum gemeinsamen Antrag aller Fraktionen zur Beteiligung an der humanitären Winterhilfe des Deutschen Roten Kreuzes für Geflüchtete an der polnisch-belarussischen Grenze auf der Ratssitzung am 9. Dezember 2021:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister! Liebe Kolleg*innen!

Als erstes möchte ich der Partei DIE PARTEI danken, ohne deren Initiative es diesen gemeinsamen Antrag vermutlich nicht gegeben hätte. Es ist ein erster Schritt, Geld für humanitäre Hilfe zu spenden. Viel wichtiger wäre es aber, die Menschen aus der Gefahrenzone zu holen.

Denn es sind Menschen, keine Waffen, keine Kriegsparteien. Menschen, die sterben. Männer, Frauen Kinder, die dringend Hilfe brauchen, ein Dach über dem Kopf, Nahrung und Kleidung und im nächsten Schritt ein geordnetes Asylverfahren.
Wir alle haben in der Vergangenheit immer wieder betont, dass Bielefeld eine bunte und weltoffene Stadt ist. Deshalb wäre es jetzt an der Zeit, deutlich zu machen, dass wir hier Platz haben, dass wir wirklich helfen können und wollen, nicht nur mit Geld, sondern mit Taten. Wir hätten uns mehr gewünscht als eine Spendenaktion. Bielefeld sollte dringend signalisieren, dass wir Kapazitäten haben und Menschen aufnehmen wollen. Es tut weh, tatenlos dieser Katastrophe an der polnisch-belarussischen Grenze zusehen zu müssen.
Dennoch begrüßen wir natürlich den gemeinsamen Antrag.